Graue Stimmung, regnerisches Wetter. Die Stimmung geht langsam aber sicher in Richtung Keller. Die ersten Anzeichen und Symptome einer Winterdepression sind:

Straße an einem Witertag mit Schneegestöber1. Du hast immer weniger Antrieb, empfindest oft eine starke Müdigkeit und Erschöpfung
2. selbst Dinge, die sonst Freude gemacht haben, interessieren Dich jetzt weniger
3. Du verlieren immer mehr das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten
4. Du zermarterst dir Dein Hirn und siehst alles schwarz
5. Du ziehst Dich von sozialen Kontakten zurück

Wenn die Stimmung auf diese Weise immer weiter sinkt, dann solltest Du schnell etwas dagegen unternehmen. Hier ein paar Tipps gegen Winterdepression:

Gehe spazieren

Dein Hormonhaushalt wurde durch das abnehmende Tageslicht durcheinander gebracht. Daher sind Spaziergänge bei Sonnenschein ideal, um dem entgegenzuwirken. Selbst an Tagen, an denen die Sonne nicht besonders intensiv scheint, ist es sehr hilfreich sich im Freien aufzuhalten. Am besten täglich 30 Minuten. Wenn Du dich dazu noch bewegst, werden zusätzliche Botenstoffe freigesetzt, die Deine Stimmung aufhellen. Du solltest so gut es geht auf Deine Sonnenbrille verzichten, damit das Sonnenlicht möglichst die Rezeptoren Deiner Augen trifft.
Weißt Du, dass die depressive Verstimmung in jedem Winter eintritt, dann könntest Du dir eine Lichtdusche anschaffen, die das Tageslicht simuliert. Bei der Auswahl des Gerätes greif bitte auf gut getestete Produkte zurück oder leihe dir ein Gerät bei mir in der Praxis aus.

Vitamine und gesunde Ernährung

Ein Vitamin D Mangel zeigt sich in Erschöpfung und Müdigkeit. Nur Sonnenlicht lässt Deinen Körper das lebensnotwendige Vitamin D produzieren. Mit einem Spaziergang an frischer Luft und im Sonnenschein wirkst Du einem Vitamin D Mangel aktiv entgegen. Ernähre dich gesund und ausgewogen – trinke ausreichend. Die Versorgung mit wichtigen Vitaminen und Nährstoffen hält eine Erkältung fern und fördert das Wohlbefinden.

Guter Tagesrhythmus

Im Winter ist es durchaus normal, dass Du ein größeres Schlafbedürfnis hast als in den Sommermonaten. Gönne also Deinem Körper den nötigen Schlaf und gehe ruhig zeitiger zu Bett.

Soziale Kontakte

Je mehr Du dich zurückziehst, desto weniger Gelegenheiten wirst Du haben, auf Menschen zu treffen deren Lachen Dich anstecken könnte. Gehe mit Vorsatz unter Leute, wenn Du merkst dass es Dir anfängt schwerer zu fallen, sich mit Freunden zu treffen. Sich im Verein oder Club zu betätigen bringt Dich auf andere, positive Gedanken.

Lächle so oft es geht

Die Gesichtsmuskulatur, insbesondere die Muskeln, die die Mundwinkel nach oben oder unten ziehen, sind sozusagen direkt mit unserem Gefühlszentrum verbunden. Je nachdem in welche Richtung Deine Mundwinkel zeigen, so wird sich Deine Stimmung verändern. Nutze also den Spiegel schon am Morgen, um ein erstes Lächeln zu zaubern und damit Glückshormone freizusetzen. Lächle tagsüber häufiger-selbst ohne Grund-und Du wirst eine positive Veränderung Deiner Gefühle spüren.

Sei achtsam mit dir selbst

Wenn Du selbst über eine längere Zeit eine negative Veränderung Deiner Stimmung spürst oder die Familie bzw. Freunde Dich darauf ansprechen, dann such bitte Deinen Hausarzt auf. Bitte tu  dies vor allem, wenn Du dich schon eine Weile nicht gut fühlst und sehr niedergeschlagen bist. Neben der oben bereits angesprochenen Lichttherapie gibt es weitere Möglichkeiten. Sprich mich darauf an, und wir werden zusammen die nächsten Schritte besprechen, die notwendig sind um Dich aus dem Tief wieder heraus zu führen.

Eine umfangreiche Informationssammlung und Hilfestellung zum Thema Depression findest du unter www.deutsche-depressionshilfe.de. Depressionen gehen häufig mit einem verminderten Selbstwert und auch Selbstabwertungen einher – wenn du dich darin wiedererkennst, können folgende Artikel hilfreich für dich sein: Selbstwert steigern – 5 fatale Fehler, die das verhindern und Schwarz-Weiß-Denken führt zur Selbstabwertung.

Kathleen

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