Stress aber auch Koffein, Alkohol, Verdauungsprozesse, körperliche An- oder Verspannung sind grob gesagt die Auslöser für die Angst schwer krank zu werden. Die ganz persönliche Lebensgeschichte ist dabei der Risikofaktor, ob du von dieser Angst geplagt wirst.

Also: kommen zum Risiko deiner Lebensgeschichte noch bestimmte Auslösefaktoren dazu, können sich deine Ängste anbahnen.
Die Lebensgeschichte könnte davon handeln, dass du hautnah mit einer schweren Krankheit oder dem Tod in deiner Familie oder bei Freunden konfrontiert wurdest oder du selbst sogar schwer krank wurdest.

Frau liegt schlaflos im Bett, da sie Angst hat schwer krank zu sein

Vielleicht gab es aber auch schlechte Ärzte, die falsche Diagnosen stellten oder Krankheiten erst sehr, sehr spät diagnostizierten.

Es könnte aber auch sein, dass du in einer Familie groß geworden bist, in der du dich nicht so sicher fühlen konntest, wie es für ein kleines Menschenkind notwendig wäre: ein Elternteil verlässt von heute auf morgen die Familie; Vater oder Mutter hatte ängstigende und/oder gewalttätige Erziehungsmethoden.

Oder die Eltern waren besonders vorsichtig bzw. ängstlich mit allem bzw. führten eigene körperliche Empfindungen (wie Bauchschmerzen…) der Eltern oder von dir selbst dazu, dass ihnen oder dir mehr (oder überhaupt) Aufmerksamkeit geschenkt wurde.

Die eigene Hilflosigkeit bzw. emotionale Überforderung in solchen schwierigen Situationen bereiten den Boden dafür, dass du vermehrt in deinen Körper hineinhörst, ob alles in Ordnung ist.

3 Dinge, die du bei Krankheitsangst unbedingt lassen solltest!

Wenn du die Angst hast schwer krank zu sein, dann wirst du momentan alles für deine körperliche und seelische Sicherheit tun: Du suchst deinen Körper nach Symptomen ab, du gehst mit den Beschwerden zum Arzt oder suchst in Foren nach Informationen und du vermeidest Dinge, die dich ängstigen. Du gehst z.B. nicht auf den Friedhof, siehst dir keine Reportagen über bestimmte Krankheiten an usw.
Aber genau das sind die 3 Dinge, die bei dir dazu führen, dass deine Angst schwer krank zu sein nicht weggeht, sondern stärker oder häufiger wird. In der Psychotherapie sagt man dazu Body Checking, Suche nach Rückversicherung und Vermeidungsverhalten.

Beispiele für Body Checking sind:

  • tägliche Untersuchung der Brust aus Angst vor Brustkrebs
  • Messung von Blutdruck und / oder Puls aus Angst vor Herzerkrankungen
  • Gewicht überprüfen aus Angst vor Gewichtsverlust aufgrund von Krebs
  • Abtasten des Bauchs aus Angst vor Magenkrebs

Beispiele für Rückversicherungen sind:

  • Besuche beim Arzt
  • Nachfrage beim Therapeuten, bei Vertrauenspersonen
  • Internetforen, Blogs…

Beispiele für Vermeidungsverhalten sind:

  • Bestimmte Themen (z.B. Herzinfarkt) dürfen nicht angesprochen werden
  • nicht zum Arzt gehen, aus Angst vor einer schlimmen Diagnose

Wenn du dich wiedererkennst und nicht weißt, was du tun kannst, dann lies meinen Beitrag: Kann die Psyche Herzrasen verursachen?

Im nächsten Beitrag erkläre ich dir wie Angst deine Wahrnehmung verändert und wie sich dadurch deine Angst verstärken kann.

☺️Herzliche Grüße und Sonne im Herzen

Kathleen

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